12. Raunacht 2017/2018 | Lara´Marie Obermaier

Unserem Licht folgen.

Die letzten 11 Raunächte waren eine Einladung, Dich tief auf Dich selbst einzulassen.
Du hast Dir etliches ansehen und Dich selbst in Liebe begleiten dürfen. Das ist bereits einer der wesentlichen Schlüssel in unserem Mensch-Sein hier: Alles in Liebe zu begleiten, auch uns selbst. Liebe wird oft mit „zudecken, einlullen, unter den Teppich kehren, einer aufgesetzten Fröhlichkeit“ gleichgesetzt. Doch das ist die Liebe nicht. Die Liebe ist klar, orientiert sich an der universellen Ethik. Sie weist uns den Weg durch den Dschungel der Verirrungen, die sich hier im Mensch-Sein durch unzählige Verletzungen, traumatische Erfahrungen, Versuchungen, Manipulationen und Täuschungen wie ein Labyrinth aufbauen.

Mein Großvater gab mir als Leitfaden für mein Leben mit: „Die Liebe erhofft alles, erduldet alles, vergibt alles. die Liebe versagt nie.“ Dies stammt aus dem 1. Korintherbrief, 13. Lass‘ diese Liebe zuerst Dir selbst zuteil werden, dann wird sie wie ein kraftvoller Lichtstrahl von Dir zu anderen fließen können.
Liebe ist Licht. Und wir sind nichts anderes als Licht, das sich hier materialisiert hat. Dies ist eines der Geheimnisse, das wir besonders gut vor uns selbst bewahrt haben. Es tut gut, sich selbst immer wieder daran zu erinnern.

Das Licht der Liebe durchdringt die tiefsten Schatten, die finsterste Dunkelheit. Deshalb: was immer sich Dir auch in den letzten Tagen gezeigt haben mag: schau‘ es Dir unter den vier obigen Aspekten der Liebe an: was erhoffst Du für Dich nun im Hinblick auf dieses Thema oder diese Erkenntnisse? Wo braucht es liebevolle Geduld mit Dir selbst oder mit anderen? Wo ist es an der Zeit, Dir zu vergeben oder anderen, ohne, Dich selbst dabei zu verlassen? Wo braucht es die nie versagende Liebe?

Jetzt ist es an der Zeit, auch das Dunkle in uns, oder das Dunkle, das von anderen auf uns projiziert wurde, nicht mehr länger festzuhalten, sondern in Liebe los zu lassen. Es ist Zeit, wirklich in unser Licht einzutauchen, uns ganz davon durchdringen zu lassen.

Übung

Geh‘ in Kontakt mit Deinem Herzen. Sehe Deinen Herzraum wie das schönste Gebäude, das Du je erblickt hast. Ein Haus, ein Palast, ein Tempel, so strahlend schön und licht und mit Edelsteinen geschmückt, wie Du es Dir in Deinen kühnsten Träumen nicht vorstellen konntest. Du siehst ein Eingangsportal. Mit Herzklopfen gehst Du darauf zu. Sobald Du das Portal erreichst, öffnet es sich und Du trittst ein. Schreite nun über die Schwelle und erkunde diesen wundervollen Palast, diesen Tempel, der Dein eigener Herzraum ist. Lass‘ Dich von der lichtgoldenen Strahlkraft durchfluten. Spüre die Wärme des Lichts, das die göttliche Liebe ist, die Dich durchfließt und alle Verletzungen, Traumata, Irritationen hinfort nimmt. Hier entdeckst Du ein weiteres Geheimnis, das Du wohl vor Dir selbst versteckt hieltest: Du warst schon immer heil. Genieße diese Vollkommenheit als lichtes Wesen, das nichts anderes ist als einer der unzähligen Ausdrücke des Göttlichen. Nun lade Dein inneres Kind in Deinen Herzraum ein, nimm‘ es auf den Arm, lass‘ es an dieser überwältigenden Schönheit teilhaben, lass‘ es in diesem Palast, in diesem Tempel, der der Deine ist, spielen und sich glücklich, frei, geliebt und geborgen fühlen. Das ist die Kraft Deines Lichts, die Kraft Deiner Liebe, die in Deinem Herzen wohnt.